Öl in der Ansaugbrücke

Jeep Wrangler YJ (1987 - 1995)
jeepdrive

Öl in der Ansaugbrücke

Beitrag von jeepdrive » Dienstag 24. Februar 2009, 21:35

Neue Probleme nach dem Anbringen der Krümmerdichtung tun sich auf.
Das Öl sah vor dem Dichtungswechsel normal aus. Danach bin ich nach Warmfahren des Motors auf die Autobahn gegangen und habe den JEEP einige Zeit im vierten Gang mit wechseln Geschwindigkeiten von Vollgas und 100 Km/h ca 150 km gefahren. Am Anfang hatte er mühe 120 Km/h zu erreichen, nach einer Weile fuhr er dann wieder 140 Km/h.

Zwei Tage danach habe ich den Ölstand kontrolliert, war normal, aber das Öl sah tiefschwarz aus.

Ich habe einen Öl- und Filterwechsel gemacht, jetzt sieht das Öl wieder normal aus.

Ich habe ausserdem die bereits erwaehnten Unterdruchschläuche kontrolliert, von dort kann das Öl im Ansaugkrümmer nicht kommen.

Allerdings habe ich heute auch den Luftfilter kontrolliert. Dort schwamm das Öl in der Pfanne. Das hatte ich noch NIE!
Auch nicht einen Ölfilm in der Vergangenheit.

Kann es sein das der Kat verstopft war/ist ? Dann waehre zu erklaeren warum er in letzter Zeit mehr als sonst am Kruemmer vorbeigeblasen hat. Durch den nicht richtig funtionierenden Abgasstrom, ein zu hoher Druck im Kolben-Zylinderbereich und daraus resultierenden Ueberdruck im Kurbelwellengehaeuse, welches dann ein stark erhoehten Stoemungsgeschwindigkeit ueber das Entlueftungsventil erzeugte welches wiederum ein mitreissen von Oelpartikel zufolge hatte, welches sich dann nach der Einleitung unterhalb des Vergasers im Ansaugtrackt niedergeschlagen hat.

Das wuerde eventuell dann auch die Oelablagerungen im Verbrennungsraum und das Nachdieseln erklaeren welches ich in einem anderen Tread beschrieben hatte.

Jetzt komme ich zu den Punkt nach dem Wechseln also Abdichten der Abgasanlage.

Wie oben beschrieben habe ich den Jeep auf der Autobahn an der Leistungsgrenze bewegt.
Da jetzt kein Druck mehr zwischen Motorblock und Kruemmer entweichen konnte, hat sich dieser Effekt verstaerkt, dieses gekoppelt mit der geforderten Leistung vom Motor, hat einen Ueberdruck im Kurbelwellengehaeuse erzeugt, der von der normalen Entlueftung nicht mehr bewaeltigt werden konnte und somit auch aus der „Belueftung“ den Ueberdruck entlassen hat welcher ja in der Luftfilterpfanne seinen Eingang hat.

Damit waere eventuell das Oel in der Luftfilterpfanne zu erklaeren.

Durch die Verduennung des Oels durch unverbrannten Kraftstoff, der ja unweigerlich mit am Kolben vorbeigedrueckt wurde, hat das Benzin Oelgemisch wie eine Motorspuelung gewirkt, welches Oelschlamm geloest hat. Daduch waere die extreme Verschmutzung des Motoroeles zu erklaeren.

Was haltet Ihr davon?

Kann sich ein Kat selbst wieder reinigen?

Kann die Verstopfungs des Kat durch grundsätzlich zu fettes Gemisch von falschen Werten der Lambasonde verursacht werden?

Auch war der Luftfilter öfter mal zu durch Russpartikel die über den Vorwärmschlauch und fehlenden Frischluftschlauch (ist behoben) angesaugt wurden.

Öldruck ist und war normal.

Auf jedenfall werde ich verstaerkt genannte Komponeten kontrollieren.

Gruss Andreas

Bild
Das ist ein Rest vom abgelassenen Motoröl.

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Das Öl in der Luftfilterpfanne

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So sieht das neue Öl aus, nach ca. 200km

malamute

Öl in der Ansaugbrücke

Beitrag von malamute » Mittwoch 25. Februar 2009, 05:29

Ich vermute, daß Deine Kolbenringe verschlissen sind, und deshalb der Überdruck im Motorblock durch verbeipfeifende Verbrennungsgase zu hoch ist.
Temporär hilft da nur eine separat nach außen gelegte Kurbelgehäuseentlüftung. Ist aber nicht legal und umweltmäßig eine Sauerei.

Bildmalamute

Mirko

Öl in der Ansaugbrücke

Beitrag von Mirko » Mittwoch 25. Februar 2009, 06:22

Hallo,
nach meiner Erfahrung mit diesem Motor wuerde ich auch auf die Kolbenringe tippen. Diese sind entweder verschlissen oder aus irgendeinem Grund "festgebacken"Dadurch hast Du dann Druck unter dem Ventildeckel, welcher Dir durch den Breather, der in den Luftfilter fuehrt (s. Diagramm) das Oel in das Unterdrucksystem bringt. Die einzige richtige Abhilfe (ausser Kurbelgehaeuseentlueftung, welche man theoretisch ins System zurueckfuehren koennte) ist der Tausch der Kolbenringe, verbunden mit dem Nachhohnen der Zylinder. Sollten die Ringe nur fest sein (lange Standzeit, zu fette Mischung) koennten auch spezielle Kolbenringloeser (z.B. Bishops) helfen. An den Kat glaube ich persoenlich nicht.
Gruesse aus Bruenn,
Mirko

jeepdrive

Öl in der Ansaugbrücke

Beitrag von jeepdrive » Mittwoch 25. Februar 2009, 08:34

Ich habe mal folgenden Tipp befolgt:

Ölprobe aus dem Peilstab und lasse einen Tropfen auf ein weisses Blatt Schreibpapier fallen. Im Normalfall hast Du einen hellen Ring (Öl) und in der Mitte einen dunklen Flecken( Feststoffe ).Solltest Du 2 helle Ringe sehen dann hast Du ein Lösungsmittel im Öl. Das wird dann wohl Benzin oder Diesel sein.

Das ist bei den neuen Motoröl nicht der Fall, allerdings auch nicht beim alten abgelassenen, da ist gar kein Ring zu sehen, ist nur ein schwarzer Tropfen.
Ich habe auch noch einen Tropfen ungebrauchtes Motoröl auf Papier fallen lassen, das sieht dann aus wie die Probe aus dem Motor, nur klar ohne die Schmutzpartikel.

Beim abgelassenen Öl ist ein deutlicher Benzingeruch feststellbar, wenn ich jetzt den Öleinlassstutzen öffne, rieche ich da kein Benzin weder bei kalten noch bei warmen Motor. Ich bin mittlerweile 400 km damit gefahren. Zur Erinnerung die starke plötzliche Verschmutzung des alten Motoröls wurde durch nur 150km fahren nach dem Dichtungswechsel verursacht.

Der Kolbenringlöser ist ein guter Tipp, das kann ich noch nicht. Dieses werde ich auf jeden Fall noch durchführen.

Ansonsten werde ich erstmals alles genau beobachten und mich gegebenenfalls wieder melden.

Vielen Dank

Andreas

P.S. die Kreuzgelenke von den vorderen Steckachsen sind hin ich werde mich also wahrscheinlich wohl in kürzer Zeit wieder melden.

jeepdrive

Öl in der Ansaugbrücke

Beitrag von jeepdrive » Dienstag 7. April 2009, 20:08

Letzter Stand:

nachdem ich ein paar tausend KM gefahren bin wollt ich mal den letzten Stand kund tun:

kein Ölverbrauch
kein Öl mehr in der Ansaugbrücke
kein Benzingeruch mehr im Motoröl
Motor zieht gut
kein Nachdieseln mehr ( Siehe älteren Beitrag)
ruhiger Leerlauf
Verbrauch zwischen 10 und 11 Liter Benzin95 bei ruhiger Fahrtweise auf Landstrasse und Autobahn mit 110 bis 120 Km/h
ca. 15 Liter mit Wohnwagen quer durch Frankreich auf der Autobahn mit 100 Km/h

Gruss Andreas

jeepdrive
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Registriert: Montag 2. Dezember 2019, 23:43

Re: Öl in der Ansaugbrücke

Beitrag von jeepdrive » Montag 2. Dezember 2019, 23:53

Hallo, ich habe den Fehler gefunden. 2019!!!
Das war ein defektes PVC Ventile b.z.w. ein solch schlechter Unterdruck durch Lecks in alten Schläuchen das der Überdruck nicht mehr abgesaugt wurde. Dadurch ist der Überdrück Blowby Gase über den Einlass entwichen, wo aber kein Ölbabstreifblech vorhanden ist. Deswegen hat es soviel Öl über den Luftfilter gezogen, also von dort wo im Luftfilter das kleine Schwämmchen steckt ist das Öl in den Luftfilter gekommen und dann weiter durch den Vergaser in die Ansaugbrücke.

Wahrscheinlich habe ich damals einfach alles getauscht in diese Richtung aber ohne wirklich zu wissen was ich tat und es damit wieder in Ordnung gebracht.

Gruß Andreas

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